ÖSTERREICH
REPUBLIK ÖSTERREICH
 

seit 1945
 
Das Staatswappen wurde durch ein Gesetz vom 01.05.1945 eingeführt und basiert auf dem Staatswappen von 1919. Es zeigt einen schwarzen Adler mit einem rot-silber-roten Brustschild. In den Fängen hält er einen Hammer und eine Sichel, die die Arbeiter und Bauernschaft symbolisieren. Die Mauerkrone steht für das Bürgertum. Die gesprengte Eisenkette drückt die Befreiung vom Nationalsozialismus aus.
 

 
Daten
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Fläche 83.858 km²
Einwohner 8.072.000 Ew
Bevölkerungsdichte 96 Ew/km²
Hauptstadt Wien
Staatsform Republik, seit 1918
Unabhängigkeit alte staatliche Tradition,
Verwaltungsgliederung 9 Bundesländer
 

Österreich-Ungarn

Zur Zeit des Römischen Reiches bildete ein Teil des heutigen Österreich die römische Provinz Noricum, die bei der Teilung des Römischen Reiches an das Weströmische Reich kam. Nach dem Zerfall des Weströmischen Reiches gehörte das österreichische Gebiet zum Reich der Ostgoten. Im 6. Jahrhundert wanderten slawische Stämme und die Awaren ein. Nach der Zerschlagung des Reiches der Awaren um 803 errichtete der fränkischew Kaiser Karl D.Gr. die Pannonische Mark. Die Teilung des Frankenreiches schwächte das Land zunächst, so daß die Mark von den Madjaren eingenommen werden konnte. 955 konnte das Gebiet jedoch zurückerobert werden und eine neue Grenzmark, die Ostmark, errichtet und ein Markgraf eingesetzt werden. Die Ostmark umfaßte das Gebiet des heutigen Niederösterreich. 1156 wird Österreich, wie die Mark nun genannt wurde, zum Herzogtum erhoben. 1180 erwarb Österreich die Steiermark als Lehen. 1282 wurden die Habsburger mit dem Herzogtum Österreich und Steiermark belehnt. 1335 kamen Kärnten und Krain an die Habsburger, 1363 konnte Tirol erworben werden. 1379 erfolgte eine Erbteilung in eine Albertinische und eine Leopoldinische Linie, die sich 1406 nochmals teilte. 1493 konnte Kaiser Maximilian den gesamten habsburgischen Besitz in seiner Hand vereinen. 1526 konnten die Habsburger durch einen habsburgisch-jagielonischen Erbvertrag Böhmen, Mähren, Schlesien, Kroatien und Ungarn gewinnen. Von Südosten versuchten jedoch die Türken 1529 Wien zu erobern. Die Belagerung der Stadt mußte jedoch erfolglos abgebrochen werden und die Türken wurden zurückgedrängt. Dennoch blieb ein großer Teil Ungarns von den Türken besetzt. Im 1. Türkenkrieg konnten die Türken zurückgeschlagen werden. Der 2. Türkenkrieg der 1683 begann, führte zunächst in eine erneute Belagerung Wiens. Nach wochenlanger Belagerung konnte Wien schließlich mit Hilfe kaiserlicher und polnischer Truppen befreit werden und die Türken erlitten 1687 eine schwere Niederlage. Sie mußten Ungarn zwischen Theiß und Drau räumen. Im Preßburger Reichstag 1687 erkannten die ungarischen Stände den habsburgischen anspruch auf die ungarische Stephanskrone an. 1699 wurde im Frieden von Karlowitz der 2. Türkische Krieg endgültig beendet. Damit wurde der habsburgische Besitz von Ungarn, Slawoniensund Siebenbürgen gesichert. Im Spanischen Erbfolgekrieg 1701-14 erwarb Habsburg den Besitz der Spanischen Niederlande dem Herzogtum Mailand, dem Königreich Neapel und Sardinien. Sardinien wurde 1720 gegen Sizilien getauscht. 1735 verlor Österreich im polnischen Thronfolgekrieg Neapel-Sizilien an Spanien. Im Türkenkrieg von 1716-18 konnte Österreich im Frieden von Passarowitz das Banat, den westlichen Teil der Walachei und Nordserbien mit Belgrad gewinnen. 1739 verlor Österreich jedoch Serbien und die Walachei wieder an das Osmanische Reich. Der österreichische Erbfolgekrieg 1741-48 brachte nicht nur den Verlust Schlesiens an Preußen, sondern auch eine bis 1866 andauernde Auseinandersetzung Preußens und Österreichs um die Vormachtstellung in Deutschland. Durch die 1. Polnische Teilung 1772 erwarb Österreich das Königreich Galizien und Lodomerien, in der 3. Polnischen Teilung Westgalizien. Am 11.08.1804 ließ sich der deutsche Kaiser Franz II. als Antwort auf die Krönung Napoléons zum Kaiser von Österreich krönen. Als sich 16 deutsche Fürsten unter der Protektion Napoléons zum Rheinbund zusammenschlossen und den Austritt aus dem Heiligen Römischen Reich erklärten, legte Franz die römisch-deutsche Kaiserkrone nieder. Damit war das Heilige Römische Reich Deutscher Nation erloschen. Die napoléonische Zeit brachte den Verlust der italienischen, niederländischen und vorderösterreichischen Gebiete, sowie den Verlust Tirols, Salzburgs und Kroatiens, die als Illyrische Provinz Frankreich angeschlossen wurden. Auf dem Wiener Kongreß 1814/15 konnte Österreich einen Teil diese Gebiete wieder zurückgewinnen und erhielt zusätzlich die Lombardei und Venetien. Die Österreichischen Niederlande wurden mit den Niederlanden vereinigt, Vorderösterreich fiel an Baden und Württemberg. Österreich-Ungarn wurde nur mit seinem vormals zum Deutschen reich gehörigen Territorium Mitglied des neugeschaffenen Deutschen Bundes, in dem Österreich Präsidialmacht wurde. Ungarn, Siebenbürgen, Galizien, Kroatien, Slawonien, Dalmatien und seine italienischen Besitzungen blieben außerhalb des Bundes. 1848 kam es in Österreich und Ungarn zu Aufständen, die jedoch niedergeschlagen werden konnten. 1866 kam es zwischen Preußen und Österreich zum Deutschen Krieg, der mit der Niederlage Österreichs endete. Österreich mußte der Auflösung des Deutschen Bundes und der Neugestaltung Deutschlands unter preußischer Führung ohne Österreich zustimmen. Außerdem mußte Österreich der Forderung der Ungarn nach einem staatlichen Dualismus zustimmen. Österreich-Ungarn wurde eine Doppelmonarchie. 1878 okkupierte Österreich-Ungarn das osmanische Bosnien-Herzegowina und das Sandschak. Am 05.10.1908 annektierte Österreich-Ungarn Bosnien und Herzegowina. Das Sandschak wurde 1913 zwischen Montenegro und Serbien geteilt. Mit der Ermordung des österreichischen Thronfolgers Franz Ferdinand in Sarajewo am 28.06.1914 durch serbische Nationalisten brach am 28.07.1914 mit der Kriegserklärung gegen Serbien der 1. Weltkrieg aus. Obgleich am 16.10.1918 ein Bund von Nationalstaaten in Österreich-Ungarn proklamiert wurde, nutzten die nichtdeutschen Nationalitäten, sich aus dem Verband der Donaumonarcie zu lösen. Am 28.10.1918 kam es in Prag zum Umsturz und am 29.10.1918 erklärten sich die südslawisczhen Gebiete für selbständig und schlossen sich am 01.12.1918 dem Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen an. Am 01.11.1918 entband der österreichische Kaiser die ungarische Regierung des Treieeides, die am 16.11.1918 die Republik Ungarn proklamierten. Die sich am 21.10.1918 konstituierte Provisorische Nationalversammlung des "selbständigen deutschösterreichischen Staates proklamierte nach der Verzichtserklärung Karls I. vom 11.11.1918 am 12.11.1918 die Republik Deutschösterreich und den Anschluß an das Deutsche Reich.


Österreich

Der Friedensvertrag von St.Germain von 1919 legte die Grenzen Österreichs fest, wobei das Burgenland erst nach einer Volksabstimmung 1921 an Österreich kam. Der Vertrag verbot außerdem den Anschluß an Deutschland und die Führung des Namens Deutschösterreichs. Innenpolitische Spannungen und die versehentliche Selbstaußerkraftsetzung des Nationalrats nutzte der seit Mai 1932 amtierende Bundeskanzler e.Dollfuß dazu, ein autoritäres Regime einzuführen (Austrofaschismus). Parteien und Gewerkschaften wurden verboten. Am 25.07.1934 fiel Dollfuß einem Putschversuch zum Opfer. Die Nachfolgeregierung unter Schuschnigg versuchte mit Deutschland zu einem Ausgleich zu kommen, mußte sich jedoch dem Druck Hitlers am 12.02.1938 beugen und mit Seiß-Inquart einen Nationalsozialisten in die Regierung aufnehmen. Als die österreichische Regierung am 10.03.1938 eine Volksabstimmung zugunsten der österreichischen Selbständigkeit für den 13.03.1938 ansetzte, marschierten am 12.03.1938 deutsche Truppen in Österreich ein. Bundeskanzler Schuschnigg trat daraufhin zurück. Auf Druck des Deutschen Reiches mußte der neue österreichische Bundeskanzler Seyß-Inquart ein Gesetz über den Anschluß Österreichs an das Deutsche Reich unterzeichnen. Eine Volksabstimmung vom 10.04.1938 bestätigte den Anschluß mit 99,73%. Nach dem 2.Weltkrieg wurde am 27.04.1945 eine provisorische Regierung gebildet, die sofort die Unabhängigkeit Österreichs proklamierte. Durch ein Abkommen der Alliierten wurde Österreich in den Grenzen von 1937 wiederhersgestellt und in vier Besatzungszonen geteilt. Am 15.05.1955 erhielt Österreich seine volle Souveränität zurück.

 


1804 - 10.10.1915

10.10.1915 - 1918

08.05.1919 - 01.05.1934

01.05.1934 - 10.04.1938

seit 01.05.1945
 
 

Als Anfang des 19. Jahrhundert das Auseinanderbrechen des Römischen Reiches Deutscher Nation drohte, beschloß Kaiser Franz II. die Errichtung des Kaiserreichs Österreich und ließ sich am 18. August 1804 zum Kaiser Franz I. von Österreich krönen. Dabei nahm er den doppelköpfigen Adler des Römischen Reiches als österreichisches Reichswappen an. Auf der Brust trägt der Adler das genealogische Wappen der Habsburger. um den Wappenschild ist die Kette des Ordens vom Goldenen Vlies gelegt. Über dem Adler liegt die Kaiserkrone, aus der zwei blaue, goldgeränderte Bänder gehen. In den Fängen hält er den Reichsapfel, Zepter und ein Schwert. 1915 wurde das Wappen dahingehend geändert, das den Brustschild nun die österreichischen Farben rot-silber-rot trägt. 1918 zerbrach das Österreichische Kaiserreich in mehrere Staaten. Österreich schrumpfte auf das deutschsprachige Gebiet. Es wurde die Republik Deutsch-Österreich, später Österreich, ausgerufen. Das neue Wappen, das am 08.05.1919 angenommen wurde, zeigt nun einen einköpfigen Adler mit einer Mauerkrone, die für das Bügertum steht. In den Fängen hält er Hammer und Sichel für Arbeiter und Bauernschaft. Auf der Brust trägt er ein Wappen mit den österreichischen Farben. 1934 wurde ein neues Wappen eingeführt. Es zeigt nun wieder einen doppelköpfigen Adler, als Rückbesinnung auf altösterreichische Traditionen und Tugenden. Die Adlerköpfe wurden mit Gloriolen umgeben. Der Brustschild blieb. 1938 kam es zum sogenannten Anschluß Österreichs an das Deutsche Reich. Damit hörte Österreich für sieben Jahre auf zu existieren. Das Territorium wurde in 7 Reichsgaue aufgeteilt. Damit gab es kein einheitliches Gebilde und auch kein Wappen. Nach dem Zweiten Weltkrieg 1945 wurde Österreich wieder eigenständig und am 01.05.1945 wurde das heutige Staatswappen für die Republik Österreich in einem Gesetz festgelegt.
 

Ungarn    
 

Diese Seite wurde am 21.03.02 aktualisiert.

Sämtliche Zeichnungen, Grafiken und Bilder
wurden erstellt von Christian Siemer

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